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Next Generation Unternehmer:innen

 

Düsseldorf, Bahnhofsnähe. Ich bin allein in einem Seminarraum eines Businesshotels. Es ist still. Ein Frühlingswind zieht durch den Raum, bewegt den Vorhang. Die Teilnehmenden sind unterwegs. Ausgerüstet mit Coachingfragen gehen sie zu zweit durchs aufblühende Düsseldorf.

Es sind Next‑Generation‑Unternehmerinnen und ‑Unternehmer. Junge Erwachsene aus Unternehmerfamilien. Aufgewachsen mit dem „Geschäft“ als festem Bestandteil des Familienlebens. Mit der Perspektive, eines Tages etwas zu übernehmen, das der Groß‑ oder Urgroßvater vielleicht als Tankstelle begonnen hat. Heute, Generationen später, ein respektables Unternehmen. Lokale und regionale Arbeitgeber für 20 bis 800 Menschen. Vom Azubi bis kurz vor der Pensionierung. Automobilhandel – einer Branche, die derzeit von allen Seiten unter Druck steht.

Ich habe großen Respekt vor diesen jungen Führungspersönlichkeiten. Mit dem Privileg, das Erbe weiterführen zu dürfen. Und vor der Last, die auch einhergeht. Es ist eine echte „Lebenseinladung“: einen Weg zu gehen, der oft schon absehbar war, bevor sie selbst geboren wurden. Schön! Und gleichzeitig bringt dieses Erbe eine tiefe Verpflichtung mit sich. Denn wenn sich Business (Erfolg), Eigentum und Familie (Liebe) überlagern, kann Großartiges entstehen – aber eben auch viel Spannung.

Ich darf diese jungen Talente begleiten, mit ihnen an ihrem Verständnis von Führung und Leadership arbeiten. Für mich ein echtes Privileg. 

Gerade in der aktuellen Weltlage wird deutlich: Unsere Zeit ist geprägt von Krisen und Umbrüchen. Führungskräfte bemühen sich um Stabilität. Sie managen. Sie kümmern sich. Sie legen „Hand an“ (Management kommt von lateinisch 'Manus', die Hand). Sie sorgen dafür, dass der Betrieb läuft. Und das ist richtig und wichtig.

In der Arbeit mit dieser nächsten Generation zeigt sich: Sie werden mehr brauchen als gutes Management. Sie werden Leadership zeigen müssen (altenglisch: Laedere - das Leiten, Wegweisen). Nicht nur Kümmern, sondern Anleiten, in eine Zukunft. Orientierung geben. Strategien entwickeln. Zukunftsbilder entwerfen, Menschen mitnehmen. Damit ein Familienunternehmen zukunftsfähig bleibt – oder, wie Dr. Marcel Megerle es so treffend formuliert, „enkelfähig“.

Dies wissen diese jungen Unternehmerinnen und Unternehmer. Sie spüren, was auf sie zukommt. Zentrale Fragen sind: Wohin leite ich Menschen, Organisationen, unser Familienunternehmen? Und wie mache ich das? 

Deshalb sind sie hellwach – über Workshoptage hinweg. Wenn es darum geht, wie man mit Krisen klug umgeht und sie für Veränderung nutzt, wie Wandel nicht einfach passiert, sondern bewusst gestaltet wird, und wie man in all dem einen klaren Kopf und einen gesunden, widerstandsfähigen Körper behält.

Ich bin dankbar für diese wunderbare Aufgabe mit beeindruckenden Menschen. Vielen Dank an Jennifer Mandt, Micha Kaufmann und Jens Heller von der APM für die inspirierende Zusammenarbeit und diese Reise hin zu modernem Unternehmertum und kluger Führung.

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